Photostrecke Oktober 2009 - Kambodscha und Thailand

Ich habe mir keine Mühe gemacht, diese Seite auf Browsertauglichkeit auszutesten. In Firefox und Konqueror - bei einer Bildschirmauflösung von 1200 x 800 - sieht sie gut aus - andere Betrachtungsweisen auf eigenes Risiko!
Hinweis (Juli 2016): Diese Webseite entspricht dem Stand der Technik 2009, sie ist für die Darstellung auf Mobilgeräten noch nicht geeignet, die geringe Besucherzahl rechtfertigt auch nicht den Zeitaufwand einer Neugestaltung.

Nur ganz kurz kommentiert einige Photos von meinem Ausflug nach Kambodscha und Thailand (7. bis 26. 10. 2009).
Geflogen bin ich überings mit Emirates über Dubai. Die sind wirklich so gut wie ihr Ruf - Lufthansa kann sich da eine Scheibe abschneiden.

Kurioses

Cyclo Hotel Strassenbau
Sowas gilt als „Taxi“ - ein sogenanntes „Cyclo“ (in Paksé, südl. Laos) Schild in der Hotellobby - Da weiß man wenigstens was man am Ort zu erwarten hat (Hotel „Australia,“ Siem Reap, Kambodscha) Straßenbau kambodschanisch. Ein LKW kippt grobe Steinbrocken ins Loch, die Frauen klopfen sie mit dem Vorschlaghammer klein und die Walze macht dann alles platt. Mein Traumjob bei 32 °C und 98% Luftfeuchte
Mülleimer Rush Hour Affen
Kreatives Recycling: Mülltonne aus Altreifen. Kambodschanische Straßen sind überings sehr sauber. Morgen Rush-Hour in Paksé. Was den Hund nicht weiter zu jucken scheint. Die Affen in Angkor überings auch nicht.

Angkor Wat

Ich setze mal voraus, daß bekannt ist. was Angkor Wat ist. Das Profil ist als Wappen Kambodschas bekannt genug. Was einem keiner - auch nicht die Reiseführer - sagt ist, wie RIESIG der ganze Komplex ist. Angkor Wat ist nur der eine Haupttempel, wobei die Außenmauern 1300 x 1600 m lang sind, darum fließt noch ein ca. 100 Meter breiter „Burggraben.“ Daneben gibt es in und um Angkor noch größere Anlagen, wie die alte Hauptstadt „Angkor Tom“ usw. (die ich mir wegen Hitze und Entfernung nicht an alle angesehen habe.) All das aus verschiedenen Epochen (9.-15. Jhdt.), mal hindusistisch mal buddhistisch. Gigantisch! Eintritt für Ausländer ist 20 US$ pro Tag, was keineswegs zuviel ist, sofern das Geld wirklich in den Erhalt fließt. [Nachtrag 2016: Tatsächlich hat eine vietnamesische Ölfirma die Eintrittskontrolle gepachtet, hier geht also Profit vor Sanierung!]

Hauptportal Brüchig Wandelhalle
Hauptportal zu Angkor Wat An der Rückseite des Hauptgebäudes sieht man deutlich den Verfall (Wegen Einsturzgefahr kein Zutritt) Diese Wandelhalle zieht sich innerhalb der Außenmauer um den ganzen Komplex (wie gesagt 1300 x 1600 m)
Buddha Wandelhalle Frauenrelief Mahabarata
Innerhalb der Wandelhalle finden sich immer wieder Buddhafiguren An den Wänden zahlreiche - aus der hinduistischen Gründungszeit stammende Reliefs. Im Inneren gibt es auch extrem lange Reliefs, die Geschichten aus dem Mahābharata darstellen. Dem längsten Epos der Welt angemessen, sind diese auch extrem lang (dieses hat ca. 40 Meter und geht und die Ecke weiter).

Tuol Sleng

Tuol Sleng im Süden der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh ist eine ehemalige Schule, die zur Zeit der Khmer Rouge zum zentralen Foltergefängnis umgewidmet wurde. Sozusagen ein „kambodschanisches Dachau.“ Umgebracht wurden in drei Jahren etwa 14000 Menschen, nach entsprechender Folterung - nicht viel im Vergleich zu sagen wir Ausschwitz, wo derartige Mengen an einem guten Samstag Vormittag „verarbeitet“ wurden - angesichts der primitiven aber doch sehr effektiven Mord- und Folterergebnisse doch ganz anständig. Die durchschnittliche Verweildauer (bis zum Ableben) war 4-7 Monate. (Mehr bei Wikipedia, dazu Originalbilder (1975-79)).
Die sogenannten „killing Fields“ befinden sich 27 km außerhalb der Stadt, wo Babys um Kugeln zu sparen gegen Bäume geschmettert wurden (und andre „Nettigkeiten“). Es sei darauf hingewiesen, daß die Methoden - etwas „sauberer“ - heute von den Amerikanern in Guantanomo angewendet werden. Ich muß auch sagen, daß ich jedem bayerischen Polizisten des mittleren Dienstes zutraue, Derartiges, falls von Beckstein, Schäuble & Co. anbefohlen wieder veranstalten würde.

Hausordnung Lachen verboten Luxuszelle
„Hausordnung“ - selbst die schlechte englische Übersetzung ist deutlich genug Hinweisschild: „Lachen verboten“ über der Eingangstür einer der „Luxuszellen“ ist eigentlich unnötig, das Lachen vergeht einem schnell. Ausstattung einer „Luxus-Einzelzelle“ für höhere Kader. Die Eisenstange mit zwei Schäkeln dient dazu die Füße an das Bettgestell zu fesseln. Die Munitionskiste ist der Nachttopf.
Aussen Standard Eg Standard OG Mug
Außenansicht Gebäube „B“ mit den Standardzellen. Gemauerte Standardzelle im EG (ca 1,50 x 2,20). Unterteilung eines ehem. Klassenzimmers. Gezimmerte Standardzellen in den Obergeschossen Wie alle anstänidgen Knastwärter, dokumentierten auch die hiesigen ordentlich.
Transport Behandlung Waterboard
Gefangenentransport "Peinliche Befragung" Tank für Wasserfolter. Im Inneren Schäkel für Fußfesseln. Politisch korrekt heißt sowas heutzutage “Water Boarding.”

Übrig bleibt das:

Schaedel

Schaedel
Die im Hintergrund sichtbare Abbildung einer Karte ersetzt das Original, weil einige sensible Besucher das nicht ertragen konnten. Auch ist der Schädelhaufen, der 1991 von George aufgenommen wurde und als Titelbild für meine Broschüre „Fight Back“ (für Sprachlehrer in Japan; archiviert auf archive.org) diente, nicht mehr vorhanden.

Es sei noch darauf hingewiesen, daß in Kambodscha etliche bettelnde Krüppel, teilweise grausamst entstellt herumlaufen. Es ist teilweise wirklich schwer am hundersten vorbeizugehen ohne zu geben, aber es sind, wie überall in Otasien einfach zu viele. Ein sehr guter Monatslohn in Kambodscha ist überings US$ 100 (ca. 70 €).


Blumen

Zur Auflockerung nun ein bißchen Botanik

Heliconia Jackfruit Palme Faripangi
Heliconia rostrata (Hof des Nationalmuseums, Phnom Penh) Jackfruit: Groß, schwer, delikat und teuer. Palme mit Frucht (Lamai, Koh Samui) DIE Tropenblüte überhaupt: Faripangi

Kambodschanisches Nationalmuseum, Phnom Penh

Überraschend, daß in dem Land nach dem Bombardement durch die Amerikaner (1960er), Barbareien der Khmer Rouge (1975-79), vietnamesischer Besatzung (1979-90) überhaupt noch Kulturgüter übrig sind. Das Museum, vor einigen Jahren sehr schön renoviert stammt noch aus der Kolonialzeit (gegründet 1927).

Rishi Lotus Kampf
Meditierender Riṣhi, Sandstein, 10. Jhdt. Lotusteich im Innenhof Sandsteinpediment (Giebeldreieck) den Kampf Bhimas mit Duryodhana zeigend (Mahābharata)
Elephant Elephantfront Wächerlöwe
Elephant in Bronze gegossen. Geschickt gemacht, da nur das Vorderteil existiert. Den "Körper" bildet der Busch. Der Elephant frontal. Wächterlöwe eines Tempels.

Dom Kralor (Grenzübergang)

Ich bin nun in 20 Jahren über genug Grenzübergänge gekommen, Dom Kralor zwischen Kambodscha und Laos dürfte nun aber nun der abenteuerlichste gewesen sein. Die Anfahrt erfolgte mit dem "direkten" Bus von Phnom Penh (1x täglich). Der letzte Ort vor der Grenze ist Stung Treng, 70 km entfernt. Die Straße, durch den Dschungel, ist seit 2008 fertig geteert, was das Ganze im Monsun etwas einfacher macht. Auf kambodschanischer Seite wird in einer Holzhütte für den Stempel 1 $ "Gebühr" verlangt (ohne Quittung!). Laos begrüßt einen mit drei Schuppen, einer Hammer-und-Sichel-Fahne und einer schnurgeraden Straße nach Norden. Zur Rechten spielen fünf oder sechs Mann Petanque. Ansonsten nichts außer einem wunderschönen Schmetterling. Mit mir waren im Bus ein Laote und sechs weitere Ausländer. An der Einreisekontrolle (für das Visum waren Berlin satte € 40 fällig) ist zunächst niemand. Am Fenster ein Schild: Öffnungszeiten 7-16 Uhr, danach 2 $ "overtime." Angesichts der Tatsache, daß der einzige Bus des Tages NIE vor fünf ankommt und auch hier sonst absolut nichts los ist, eine netter Zuverdienst. Nach etwa fünf Minuten torkelt dann - mehr als nur angetrunken - einer der Petanquespieler im knallgelben Brasil-Fußballhemd in das Kabuff und verteilt Einreiseformulare. Den Stempel gibt es dann relativ flott gegen Bares. Der Anschlußbus läßt auf sich warten, Dunkelheit senkt sich über den Dschungel und auch die letzten der wunderschönen Schmetterlinge verschwinden um von Moskitos abgelöst zu werden. Ach ja, es gibt noch eine Freßbude, deren Betreiberin einem gerne während der Wartezeit einen Kaffee für "günstige" 7000 Kip macht (üblich sind 2000. 12500 Kip = 1 €)

Dom Kralor 1 Dom Kralor 2
Grenzübergang Dom Kralor: Blick nach Süden Grenzübergang Dom Kralor: Blick nach Norden

Verschiedenes

Was sonst nirgendwo hineinpaßt.

Hausaltar Frischfleisch Moenche
Hausaltar eines Luxushotels (Lamai, Koh Samui) Frischfleisch am Markt von Lamai bei 30 Grad. Beachte die rotierenden Papierstreifen, die geschickt an den Lampen angebracht, wie ein Ventilator die Fliegen verscheuchen. Mönche der Theravada-Schule auf frühmorgendlicher Almosenrunde (Paksé)

White Sand Bungalows, Lamai, Koh Samui

Nachdem mir die Herumfahrerrei im Monsun angesichts eines weiteren über Nord-Vietnam hereinkriechenden Typhoons dann doch zu naß wurde, habe ich meine ursprünglich nach Nord-Laos (Vientiane und Luang Prabang) geplante Reise abgebrochen und bin auf dem schnellsten Wege (2 Tage Zugfahrt) von Südlaos über Ubon und Bangkok nach Suratthani und von dort an meinen persönlichen Traumstrand Lamai auf Koh Samui. Dort habe ich mich dann eine Woche in der Hängematte überanstrengt. Die von mir besuchte Bungalowanlage "White Sands" war mein erstes Ziel in Thailand 1988. Erst durch den dort getroffenen Paddy war es mir möglich in Japan Fuß zu fassen. Der Strand hat für mich also eine tiefere Bedeutung. da es nun 15 Jahre her ist, daß ich zum letzten Mal dort war ist die „Entwicklung” erstaunlich. White Sands ist wohl die letzte noch bestehende Bungalow-Anlage (150 Baht/Hütte = 3 €) mit dem Original-Hippie-Flair. Alle andren haben sich zu Resorts gewandelt. Inzwischen ist auch jeder Meter Strand zugebaut. Betrieben wird die Anlage auch nicht mehr von der Thai-Familie sondern von einem australischen Pächter-Pärchen, die wohl nicht lange bleiben werden. Das Restaurant war auch besser.

Schild Strand Blick Norden
White Sands (2009) Vom Strand (2009) Blick nach Norden (2009)
Süd Strand Blick Norden
Blick nach Süden (2009) Abends nach Süden (1990) Blick nach Norden (1990)
Cumulus Klo Kokos
Cumulus Impudicus (1990, des Morgens) Original Toilette (1988), die heute kaum anders aussieht Kokos im Mond (1990)

Die wirklich wichtigen Dinge ändern sich nicht:

Klo
Die Essenz des Strandes.