Metta-Retreat, Bad Meinberg, 9.–21. Dezember 2013

Nachfolgend einige persönliche Gedanken und Eindrücke von besagtem Retreat. [1] Vorneweg weise ich darauf hin, daß diese Seite nicht in Suchmaschinen indiziert werden sollte. Trotzdem habe ich mich bemüht, wo sinnvoll, Bezüge auf Beteiligte soweit zu anonymisieren, daß diese nur für eigentliche Teilnehmer erkennbar sein dürften. Im Frühjahr 2018 wurde das Aussehen der Seite etwas modernisiert, dabei auch kleine Änderungen am Text vorgenommen (Vor allem die Schilderung meines Retreats in Jhana Grove, Jan. 2018). Die Dauerhaftigkeit von Verweisen wurde, soweit möglich durch Speicherung auf archive.org erreicht.

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Sujato hat mit M., die seit 2016 als Theravada-Nonne ordiniert ist, an gleicher Stelle noch einen Retreat abgehalten, mit weniger, aber teilweise den selben Teilnehmern. Meine Einschätzungen von Unterkunft und Methode haben sich nicht geändert. Einige erst zu dieser Zeit gemachten Photos habe ich, weil sie bessere Qualität sind, verwendet.


Bad Meinberg – der Ort

Alles ist vergänglich.

Die Anfahrt per Bahn von München dauert mit Nahverkehrszügen knapp elf Stunden mit mindestens sechsmaligem Umsteigen. Ärgerlich ist auch, daß die Verbindungen Richtung NRW gehen; Bad Meinberg liegt aber nahe der Grenze zu Niedersachsen. Nahverkehr ist Ländersache, „grenzüberschreitender“ Verkehr ist kaum vorgesehen. Das sieht man z. B. auch beim Ortsbus. Der erreicht den Bahnhof so, daß man zu den Zügen Richtung Detmold problemlos kommt, die drei Minuten früher in Gegenrichtung fahrenden aber verpaßt. Man darf dann eine Stunde im Freien zittern, denn das Bahnhofsgebäude wurde 2012 zugesperrt und dem Verfall Preis gegeben.

Fachwerkhaus. Karmakonsum, neben Totengräber. Externsteine.

Eigentlich hatte ich nicht vor gehabt das Seminarhaus zu verlassen. Weil ich allerdings zu Hause meine Socken vergessen hatte, mußte ich schon am zweiten Tag zum Einkauf; dem hinter mir Sitzenden den Mief zuzumuten, besonders da sich während der Meditation, zumindest bei mir, der Geruchssinn schärfer wird, wäre wohl nicht sehr mitfühlend gewesen. Der Ort Horn-Bad Meinberg mit (noch) 17000 Einwohnern ist ein Opfer der jahrelangen Gesundheits„reformen“ der von neo-liberalem Wirtschaftdenken getriebenen Regierungen seit 1982.[2] Anders ausgedrückt: am absterben und deprimierend anzusehen. Man hat lange Jahre vom Kurbetrieb gut gelebt, Alternativen scheinen niemals gesucht geworden zu sein, was nicht nur an dem Riesenbau eine Kurklinik, die heute vom Yoga Vida genützt wird, sondern auch angesichts der zahlreichen (leerstehenden) Pensionen und Gasthöfe sichtbar wird. Immerhin gibt es noch eine Edeka-Filiale. Die angeschlossene, durchschnittliche Bäckerei zeichnet sich vor allem durch unverschämte Preise aus.


Unterkunft und Yoga

Richtig nett war die Seminarankündigung „Hellsehen lernen:“
Aushang
Wohl der Anfängerkurs, denn die Zimmernummer haben sie auch noch mit hingeschrieben. (Meiner Ansicht nach ein ganz klarer Fall für Eduard Zimmermann: „Vorsicht Falle: Nepper, Schlepper, Bauernfänger.“)

Für den Retreat hatte die Organisatorin, die alles von ihrem eigenen Geld vorfinanzierte, und um Spenden bat, Saal und Unterkunft im Yoga Vidya-Ausbildungszentrum gebucht. Persönlich stehe ich “New Age,” Esoterik und dem ganzem Guru-Brimborium, das um Yoga gemacht wird äußerst skeptisch gegenüber, was sicherlich etliche der Retreat-Teilnehmer anders gesehen haben. Es war allerdings interessant zu sehen, daß sich bei den Praktizierenden ein gewisses Wohlbefinden einzustellen scheint. Abgesehen davon haben in der Halle einige in meiner Nähe sitzende weibliche Teilnehmer Stellungen eingenommen, von denen ich vierzehn Tage vorher nicht geglaubt hätte sie wären überhaupt möglich.

Wenn man den überall ausliegenden Katalog durchblättert, wird schnell klar, daß am gebotenen Yoga, der/die hinter dem Trägerverein Stehenden wohl nicht schlecht verdienen. [3] Dies nicht nur wegen der gesalzenen Preise für die Kursmodule und der Steuervorteile, die durch die Gemeinnützigkeit erzielt werden, sondern auch weil man die Personalkosten niedrig hält durch „Seva“ – d. h. Selbstausbeutung moralisch verbrämt[4] als Freiwilligendienst. Während Kurzzeit-„Sevas“ nur einen Rabatt auf Unterkunft und Verpflegung erhalten, belohnt man „Mitarbeiter“ mit Taschengeld (so genannt!) in Höhe von € 155 für die ersten zwei Monate, danach € 290. Dies steigt nach einem Jahr auf € 320, ab dem vierten Jahr € 350 (jeweils mit Unterkunft und veganer Verpflegung). Die geleisteten Beiträge zur Sozialversicherung sind hierbei minimal und sichern keine Rente. All das bei einer 42stündigen Wochenarbeitszeit an meist sechs Tagen die Woche!

(Zum Vergrößern anklicken, mit Erklärung.)

An der Qualität der Unterkunft, gab es nichts zu bemängeln. Bei den Räumen handelt es sich um ehemalige Krankenzimmer in die man Stockbetten gestellt hat. (Gegen Aufschlag gibt es auch Einzelzimmer.) Der gut instand gehaltenen Ausstattung sieht man die Geschichte des Hauses als Kurklinik der 1970er noch an. Auf angebotene Schwimmbadbenutzung und den Besuch einer kostenlosen Yogastunde habe ich als potentiell ablenkend verzichtet. Auch bezüglich des Essens war nichts auszusetzen. Die reine Pflanzenkost sorgte für hinreichende Sättigung, so daß nachmittags gar kein Verlangen nach Essen aufkam – außerdem konnte man um fünf ja mit der Bitterschokolade „schummeln:“ Findige Vinaya-Exegeten, die ihre jesuitischen Kollegen an Spitzfindig- bzw. Scheinheiligkeit locker übertreffen, definieren nämlich Zucker, Honig und Kakao als „festgewordene Flüssigkeit,“ die auch nach Sonnenhöchststand zulässig sind. Nominell wohl vegan, hat man in der Küche durchaus Rücksicht genommen auf bei der Ernährung nicht so fanatische. In der Küche verkam sicherlich nichts; erkannbar an den zu Grammeln verarbeiteten Brotresten, aber auch dem drei Tage hintereinander servierten gedämpftem Karotten-Fenchel-Gemüse, das derart geschmacksfrei war, daß man beim Essen keinerlei “no mind” üben mußte. Auch die Idee des Schweige-Speisesaals ist nett – allerdings teile ich die Kritik einer anderen Teilnehmerin, daß einige Esser schon etwas sehr übertrieben „bewußt“ vor sich hinkauten.

Die ganztägige Bereitstellung der „Inseln“ mit Kräutertees wurde fleißig genutzt; daß den Herrschaften in der Küche nicht klar sein konnte, daß für Meditierende, die ja im Gegensatz zu Yoga-Praktizierenden passiv sind, am Morgen Lindenblüten- (einschläfernd), oder Brennesseltee (entwässernd) vielleicht nicht die beste Wahl sind, ist verständlich. Den Automatenkaffee zu € 1 habe ich mir nur zwei Mal gegönnt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, daß er auch nach Heilwasser schmeckte.


Der eigentliche Retreat und die Meditation

I have nothing to offer but blood, sweat and tears. [5]
Sujato gähnend.
Ein sichtlich ausgeschlafener Sujato leitet die gemütliche Morgenmediation, menschenfreundlicherweise erst um sechs beginnend.

Im Gegensatz zu anderen Retreats, die oft unter obigem Motto stehen, ließ es Sujato sehr entspannt angehen. Die Rezitation der Chants, von M. in einem schönen Heftchen vorbereitet, fördert Konzentration. Das abgedruckte Metta-Sutta [6] war sprachlich ziemlich unelegant, aber wenn man im Netz etwas weiter sucht, findet sich auch kaum eine besonders gelungene Übersetzung.

Von großem Nutzen war, daß erwähnt wurde die Regeln (“precepts”) wären – salopp ausgedrückt – optionale Extras, da samādiyāmi in der 1. Person, Singular, Präsens, aktiv [7] stünde.

Blick auf Sujato, M., Frl. Buddha.
Mit der immer fröhlichen „Frl. Buddha“ (von mir im Geiste so genannt) im Vordergrund, Sujato und die als Dolmetscherin fungierende Organisatorin, die ein herzliches „Danke schön“ verdient hat.

Die Gruppe der Teilnehmer, stammte, wie dies in westlichen buddhistischen Kreisen bei derartigen Veranstaltungen häufig ist, aus der „gebildeten Mittelklasse [8][9] Daß „Mara,“ als Versucher, schwarzhaarig, ein bißchen wie Gundel Gaukeley, gleich zweifach (mit und ohne Brille) da war hat nicht weiter gestört – in derartig netter Form habe ich nichts dagegen mich versuchen zu lassen, auch wenn ich dafür noch ein paar Mal wieder geboren werden sollte ;-).

Sitzen in der Gruppe ist immer auch ein bißchen ein Wettkampf bzw. eine Sache des Neides: Wenn man man nach einer halben Stunde die Augen auf macht und der Typ vor einem scheinbar schon seit Stunden im Lotus vollkommen unbeweglich dasitzt, stellt sich doch immer die Frage wie macht der das? [10] Andrerseits ist es dann auch erbaulich, wenn man aus den Augenwinkeln, oder am permanenten Rascheln jemand erkennt, der sich offensichtlich noch schlechter konzentrieren kann. [11]

Persönlich habe ich mit der Metta-Methode (bis jetzt) wenig anfangen können, was wohl am Anhaften an der Sōtō-Zen-Methode (“no mind”) liegt, so daß Meditationsobjekte für mich generell ihre Schwierigkeiten bergen. Bereits am ersten Nachmittag hat es allerdings „Klick“ gemacht, als mir der hinter mir auf und ab Gehende in seiner Plastik-Raschelhose, die Überwindung des Widerstands gegen das Sitzen „lehrte.“ Allein das hat den Retreat wertvoll gemacht, ebenso wie die daraus folgende Erkenntnis, daß durch die Meditation etwas passieren wird – wann und wie ist egal, nur während krampfhafter Sitzungen sicher nicht. Danke! an alle Beteiligten.

Lehrreden

Morgenansprache.
Kurze Ansage des Morgens.
Ton Die von L. gemachten Aufzeichnungen der abendlichen Lehrreden sind als einzelne, tageweise sortierte Dateien auf dhammanet.org » im Ordner „Germany”.

Von den Vorträgen waren sicherlich für jeden Teilnehmer andere Stellen interessant, auf Interpretationen wird hier verzichtet. Bedauerlicherweise ist beim sequentiellen Dolmetschen durch, die sehr bemühte, M. – abgesehen von etlichen sinnentstellenden Fehlern, die ihr auch an ihren „guten“ Tagen unterliefen – der feine Humor Sujatos vollkommen verloren gegangen. Es fehlte einfach am umgangssprachlichen Vokabular, wie man es nur durch längeren Auslandsaufenthalt erwerben kann. Fairerweise muß ich anmerken, daß professionelles Dolmetschen – zumindest in der Vor-Bologna-Reformära [12] – in der Regel einen zweijährigen Aufbaustudiengang erforderte und sie es trotz aller Schwächen geschafft hat, die Äusserungen Sujatos den doch zahlreichen Nicht-Englischspechern nahe zu bringen. Danke!

Im Gedächtnis geblieben ist mir vom ersten Tag Sujato’s Hinweis zu seinen Fähigkeiten bezgl. der Vorhersage von Lottozahlen (bzw. der unter thailändischen Bauern verbreitete Glaube daran), auch wenn er das am letzen Tag nicht unter Beweis stellen wollte. [13] Einige Tage später kam dann die Erwähnung seines früheren Lebens (ca. 1988/9) als Straßenmusiker im Nuttenviertel Kings Cross von Sydney, aus einer Zeit wo ich dort ebenfalls gewohnt hatte – natürlich nur, weil die Unterkünfte billig und die Lage zentral war … [14]
Die im Vortrag zur Frauenordination nacherzählte, von Sujato verfaßte Novelle, “Dream of Bhaddā“ habe ich ins Deutsche übersetzt (siehe infobox) .
Der wohl faszinierenste Vortrag – aus Gesprächen mit anderen habe ich herausgefunden, daß ich mit dieser Ansicht nicht allein stehe – war die Beschreibung dessen, was beim Sitzen in einem vorgeht war. Die Schilderung fand ich, wie man in Australien sagt “spot on.” Ich meine hier weniger die fortgeschrittenen Zustände, die gegen Ende erläutert wurden. Sondern, der alltägliche kleine Kampf mit den Rückenschmerzen, der raschelnden Hose der Nachbarin usw.

Bei Video-Aufzeichnungen von Lehrreden anderer, finde ich die Frage-Antwort-Sitzung immer etwas ermüdend. Wenn man selbst vor Ort ist, scheinen sie sehr viel mehr relevant. Leider hat zumindest ein Teilnehmer die abendliche F & A-Sitzung mit einem universitären Seminar verwechselt, was, nicht nur, aber besonders am vorletzten Abend ermüdend wurde. Ohne hier übermäßig persönlich werden zu wollen, muß ich sagen, daß Besagter auch an seinen Ansichten sehr stark anhaftet, zudem fehlt auch die für Akademiker unerläßliche Flexibilität, über die Standpunkte des Geprächspartners zu reflektieren. [15] Es bleibt daran zu erinnern, daß der Pāli-Kanon, wie von Theravada-Mönchen immer wieder unreflektiert behauptet, weder die älteste, noch eine besonders zeitnahe, akkurate Aufzeichnung der Lehre darstellt. Weder sprach der Buddha Pāli, das später entstand, sondern wohl ein Prakrit, noch verstarb er 453 v. u. Z. Textanalysen haben gezeigt, daß die ältesten Teile des Pāli-Kanon um 100 v. u. Z. entstanden. Es gibt etliche Mahāyāna-(Vorläufer) Text(fragmente), die rund einhundert Jahre älter sind.

Gut durchdacht fand ich die als „vollkommen durchgeknallt“ (“totally looney”) angekündigten Ausführúngen zu Klimawandel und anstehendem Ende der mensschlichen Zivilisation. Sujato’s Zustimmung zur Kernenergie mag ich trotzdem nicht teilen. Zumindest die unter Pāli-Gelehrten umstrittene Frage, ob das letzte, giftige Mahl des Erleuchteten nun aus Pilzen oder Wildschwein bestand würde irrelevant, hätte der Buddha das Nirvana im Bayern des Jahres 2012 u. Z. [16] erreicht. Dort sind, dank vor dreißig Jahren explodiertem Kernkraftwerk nämlich beide noch so verseucht, daß sie ein schnelleres Lebensende herbeiführen können. [17]


Bilder von Jhana Grove, Januar 2018

(Zum Vergrößern anklicken.)


Thai Cover.

Karl Döhring, ein deutscher Architekt im thailändischen Staatsdienst, hat sechs Jahre in Bangkok, dem „Venedig des Ostens,” gelebt. Seine Studie behandelt alle Aspekte des klassischen thailändischen Tempelbaus. Im vorliegenden Buch wird in erster Linie auf Bangkok bezug genommen, weil hier die schönsten und reichsten Tempelanlagen vereinigt sind. Auch historisch hat diese Bevorzugung eine gewisse Berechtigung, weil man nach Zerstörung einer Hauptstadt die in der neuen Hauptstadt errichteten Tempel (Wat) nach alten Grundrissen wieder aufbaute, teilweise auch dieselben Namen beibehielt. Anhand von einhundertzehn Zeichnungen und Grundrissen werden alle Einzelheiten solcher Bauten und ihrer Kunst anschaulich erklärt. Die gut 250 Photos des Bandes lassen die Details der Tempel lebendig werden. Zwei der besonders prächtigen königlichen Anlagen, Wat Saket und Wat Suthat, werden in allen Einzelheiten besprochen. Eigene Kapitel erläutern die Ikonographie von Buddhastatuen, ihre Handhaltungen (Mudras) und Stellungen. Der Ablauf einer buddhistischen Verbrennungszeremonie und das Kathina-Fest, bei der man den Mönchen im Oktober neue Roben spendet, sind beschrieben. Ein Glossar gibt eine ausführliche Einführung zu allen wichtigen Begriffen thailändischer Architektur und Kunstgeschichte. Das Tempelverzeichnis beschreibt im einzelnen die im Hauptteil genannten Wats, ihre Geschichte und Lage. Abgerundet wird dies durch einen Abriß der südostasiatischen Geschichte, einen Abschnitt von Kurzbiographien und dem Kartenteil, der die historische Entwicklung noch deutlicher macht. Dazu kommt ein ausführliches Literaturverzeichnis mit knapp 1200 Werken zu Kultur und Kunst dieses faszinierenden südostasiatischen Landes.

Pressestimmen:
»Das Werk, von dem hier die Rede sein soll, gehört zu den seltenen Büchern, von denen man nicht einen sachlichen trockenen Bericht geben sollte, sondern von denen man in begeisterten Worten schwärmen müßte. Eine Fülle von Anregungen stürmt auf einen ein und man kommt nicht mehr davon los, wenn man sich erst einmal darin vertieft hat. ... Es hat für die Kunst Siams sogar fundamentale Bedeutung. Was mir aber noch wertvoller erscheint,ist, daß es trotz erschöpfender Systematik und Gründlichkeit von einer vornehmen künstlerischen Persönlichkeit geschrieben ist. Ein klarer beschwingter Stil macht das Lesen zum Genuß.« (handelswarte)
»Eine Arbeit von großem, sachlichem Wert ist das in vorzüglicher Ausstattung herausgegebene Werklein.« (cicerone)

€ 64, 568 Seiten, Paperback, ISBN 9783735739032

; ; Buddhistische Tempelanlagen in Thailand; Norderstedt (BoD); ISBN 9783735739032
China Cover, Bd 1.

Der dänische Architekt Johannes Prip-Møller war fünf Jahre im nordchinesischen Shenyang tätig. Während dieser Zeit lernte er die chinesische Kultur und die Architektur, besonders der Tempel, wertschätzen. Das Ergebnis ist die vorliegende Studie typischer buddhistischer Tempelanlagen.

Der Bericht, von Henry Lohner übersetzt, gliedert sich drei Teile. Zuerst werden die architektonischen Aspekte der einzelnen Bauten eines „idealen“ chinesischen buddhistischen Tempels anhand einer Vielzahl von Beispielen beschrieben. Im zweiten Abschnitt wird der in Form einer Lotusblüte angelegte Longchansi (隆昌寺 ) bei Nanking in allen Einzelheiten betrachtet. Abschließend folgt die detaillierte Beschreibung einer buddhistischen Ordinationszeremonie mit ihren drei Stufen. Dazu kommt die Schilderung des Alltagslebens buddhistischer Mönche in China. Ebenfalls mit enthalten sind mehrere kleinere Studien zum Bau christlicher Kirchen in China, zuvorderst die Untersuchung der Ruine einer von Franziskanern im frühen vierzehnten Jahrhundert errichteten Kathedrale.

Stark erweitert und vertieft wird Prip-Møllers Arbeit durch die erklärenden Kapitel Henry Lohners, die grundlegende Konzepte und Persönlichkeiten des chinesischen Buddhismus erklären. Die Geschichte der einzelnen untersuchten Tempel wird fortgeschrieben. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis deckt nicht nur den chinesischen Buddhismus und seine Architektur, sondern auch die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Landes seit Ende des Kaiserreichs 1912 ab.

€ 74. Band I: 472 Seiten, Hardcover, ISBN 9783744872706
Band II: 520 Seiten, Hardcover, ISBN 9783744872737

; ; Buddhistische Tempel in China, Band I; Norderstedt (BoD); ISBN 9783744872706 ; ; Buddhistische Tempel in China, Band II; Norderstedt (); ISBN 9783744872737